Dass Autos um 1900 immer populärer wurden, hing nicht zuletzt mit einer Reihe großer Rennveranstaltungen zusammen. So hatte der amerikanische Journalist James Gordon Bennett jr. im Jahr 1900 erstmals den Gordon-Bennett-Cup ausgerichtet. Beim ersten internationalen Leistungsvergleich zwischen Automobilherstellern durften drei Fahrzeuge pro Nation teilnehmen, die ausschließlich im jeweiligen Land gefertigt waren.

Nachdem ein Brite 1902 den Gordon-Bennett-Cup gewonnen hatte, fand das Rennen im folgenden Jahr auf einem 528 km langen Rundkurs auf den britischen Inseln statt.

Am 2. Juli 1903 standen Fahrzeuge aus Großbritannien, Frankreich, den USA und Deutschland am Start. Der belgische Rennfahrer Camille Jenatzy, durch seinen Ehrgeiz und verwegenen Fahrstil als „Roter Teufel“ in den folgenden Jahren wichtigster Werbeträger für Bosch, trat mit einem Mercedes an – und siegte in 6:39 Stunden. Damit gewann erstmals ein deutsches Fabrikat ein großes Rennen, und Mercedes begründete seine Rennsporttradition. Dass Jenatzy die Fahrt gewinnen konnte, ist ein mehr als bemerkenswerter Erfolg: Der eigentlich für das Rennen vorgesehene Wagen war bei einem Fabrikbrand zerstört worden, sodass er auf einen älteren Mercedes Tourenwagen mit Niederspannungsmagnetzünder von Bosch ausweichen musste – mit Erfolg.

Interessieren Sie sich für Motorsport? Dann lesen Sie hier weiter: https://www.bosch-motorsport.com/de/

Jenatzy mit seinem Mechaniker auf der Rennstrecke

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.