Ab dem Sommer 1976 baute der Bosch-Geschäftsbereich Thermotechnik ein Einfamilienhaus. Aber zu was sollte das schmucke Eigenheim mitten auf dem Werksgelände in Wernau nahe Stuttgart gut sein? Es war kein repräsentativer Neubau für den Werkleiter, sondern ein experimentelles Haus. Es sollte die Möglichkeiten des Energiesparens mit neuester Technik beweisen. Die handelsübliche Gas-Zentralheizung diente nur als Reserve für Spitzenbelastungen, etwa sehr kalte Wintertage. Ansonsten sorgten eine Wärmepumpe, die der Außenluft Wärme entzog, und Solarkollektoren für warme Zimmer und heißes Wasser.

„Tritherm“-Haus wurde dieses Konzept genannt, nach den drei genutzten Wärmequellen. Die Resultate waren beeindruckend, wie damals die Forscher in den „Bosch Technischen Berichten“ 1979 schrieben – auch wenn die Finanzierbarkeit noch ein Problem war:

 

„Wie die bisherigen Erfahrungen und die Messergebnisse zeigen, lässt sich hiermit in unseren Klimabereichen der Brennstoffbedarf bis unter 10 Prozent des seitherigen Bedarfs senken. Die hierzu erforderlichen Investitionen stehen bei den heutigen Kosten einer breiten Einführung solcher Anlagen noch entgegen.“

 

Auch wenn es noch niemand wusste: Das Tritherm-Haus war ein Vorbote eines vielversprechenden Geschäftsfeldes, auf das Bosch heute setzt: intelligentes Energiemanagement für Gebäude, das klug und nach Bedarf möglichst die Energiequellen nutzt, die nicht auf der Verbrennung fossilen Rohstoffe beruhen.

Bosch hat diesen Weg kontinuierlich weiterverfolgt, als Unternehmensziel, aber auch mit neuen Technologien. Und was Bosch heute zum Energiesparen zuhause anbietet, sehen Sie hier.

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