Eine Frau als Langstreckenfliegerin in den 1930er Jahren? Klar gab es die, denn es gab Elly Maria Frida Rosemeyer-Beinhorn, oder kurz Elly Beinhorn, die 1931 den Alleinflug 7000 Kilometer weit über Afrika wagte und damit zu einem Star am Himmel aufstieg.

Notlandungen und andere Abenteuer waren inbegriffen, die die deutsche Fliegerin aber mit technischem Know-how und Bosch an Bord bewältigte. „Mit Euren Magneten und Kerzen trotz Sandstürmen und Hitze etc. gut ans Ziel gekommen (…)“ schrieb sie denn auch auf einer Postkarte, die sie am 3.Februar1931 aus Bissau an die Bosch-Zentrale absandte. Anlass genug, nach ihrer Rückkehr der Einladung der Robert Bosch AG in Stuttgart zu folgen. Am 12. Mai empfing die Geschäftsführung Elly Beinhorn und führte sie durch das Stuttgarter Werk, in dem so manches Flugzeugzubehör produziert wurde.

Der Fliegerin war der Afrikaflug vermutlich schon bald nicht mehr aufregend genug, so dass sie 1932 und 1935/36 eine Weltumrundung sowie Rekordflüge über zwei bzw. drei Kontinente in 24 Stunden flog – alles mit Bosch an Bord. Dessen Produkte hatten sie so überzeugt, das 1933 ein Telegramm bei Bosch eintraf mit den Worten: „alte boscherfahrungen auf berlin kapstadtflug wieder bestaetigt (…) auf gesamtstrecke keine Kerze herausgenommen = elly beinhorn“.

Die kühne Fliegerin Elly Beinhorn besucht nach ihrem Afrikaflug gut gelaunt die Bosch-Zentrale in Stuttgart.

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