Die Geschichte, die eigenen vier Räder gegen Diebstahl und unerwünschte Eindringlinge zu schützen, ist schon alt, aber nicht ganz so alt wie das Automobil. Denn einen Diebstahlschutz brauchte man nicht: Um 1900 war das kräftezehrende Anlassen per Handkurbel ein ziemlich kompliziertes Unterfangen von rund zehn Schritten, das nur gut geschulte Chauffeure beherrschten. Autoklau war also keine wirkliche Bedrohung, aber das änderte sich mit der zunehmend einfacheren Bedienbarkeit des Automobils. Ab 1911 lieferte Bosch die ersten Zündschalter, für die man einen Schlüssel brauchte, und lieferte damit die Lösung für ein aufkommendes Problem. Das ist der Anfang des Diebstahlschutzes.

Ein Auto vor Eindringlingen zu schützen, die das Fahrzeug nur ausräumen, aber nicht stehlen wollten, ist ein weiterer zentraler Aspekt bei Schließsystemen im Autos. Vor einem Jahrhundert war das anders: Die frühen Automobile bis etwa 1920 waren ohnehin offen, so dass das Abschließen einer Tür keinen Sinn ergab. Manche hatte auch gar keine Türen. Als sich aber in den 1920er Jahren Automobile mit Verdeck oder geschlossenen Karosserien durchsetzten, kam das Abschließen des Autos ins Spiel. Es war eine praktische Sache gegen Vandalismus, und gegen Diebstahl von Gegenständen im Innenraum, die man nun getrost liegen lassen konnte.

Bis in die 1960er Jahre hatten Autos teilweise noch unterschiedliche Schlüssel, einen für die abschließbaren Türen und einen für die Zündung. Danach setzte sich der kombinierte Schlüssel „für alles“ durch – der Urahn der heutigen Schließsysteme. Mit ihm startete man auch das Auto durch kurzes beherztes Drehen des Schlüssels im Zündschloss mit dem Uhrzeigersinn.

Mittlerweile haben sich schlüssellose Systeme mit programmierten Chipkarten durchgesetzt. Doch auch die Karte statt Schlüssel könnte bald ausgedient haben. Warum, das erfahren Sie hier.

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