In den Anfangsjahren des Automobils begann jede Fahrt mit einem Kraftakt: der Wagen musste angekurbelt werden. Vorn unter dem Kühler befand sich ein Zapfen, der mit der Kurbelwelle verbunden war. Auf diesen setzte der Automobilist eine robuste Stahlkurbel mit Holzgriff und drehte sie.

Nach einigen tüchtigen Umdrehungen und mit etwas Glück lief der Motor. Das Ankurbeln war jedoch nicht ohne Risiko. Es kam mitunter zu schweren Unfällen, wenn der Motor nicht startete, sondern ein kurzes Stück zurückdrehte und der Kurbelrückschlag den Fahrer traf.

Testfahrt von Bosch-Ingenieuren mit neu entwickeltem elektrischem Anlasser, 1913

Testfahrt von Bosch-Ingenieuren mit neu entwickeltem elektrischem Anlasser, 1913

Elektrische Anlasser bedeuteten daher eine große Erleichterung und erwiesen sich als sehr zukunftsfähige Innovation. In den USA wurden seit 1910 Fahrzeuge damit ausgestattet, bei Bosch beschäftigte sich Chefentwickler Gottlob Honold in den Jahren 1912 und 1913 mit der Konstruktion eines Anlassers.

Im März 1914 lief schließlich die Serienproduktion des elektrischen Bosch-Anlassers an. Statt Kurbeln im Freien reichte nun ein beherzter Tritt auf den Fußschalter im Innenraum, die zweite Generation bot bereits den noch komfortableren Anlasserknopf am Armaturenbrett.

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