Blickt man auf die Unternehmensgeschichte, so war es wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen von Robert Bosch, den 27jährigen Ernst Ulmer einzustellen. Sein erster Arbeitstag war der 1. April 1901. Das war ein ganz besonderer Tag. an ihm eröffnete Robert Bosch seine erste Fabrik.

Ulmer, Sohn eines Fabrikpförtners, musste Ordnung in die Buchhaltung bringen, in der Robert Bosch einige Veruntreuungen entdeckt hatte. Nach dieser glänzend bestandenen Bewährungsprobe stieg er rasch auf. Er wurde kaum ein Jahr später mit Prokura ausgestattet, übernahm Einkauf und Personalabteilung. Die Ernennung zum Vorstand der damaligen Robert Bosch AG krönte 1917 seine Karriere.

Ernst Ulmer hinterließ viele Spuren im Unternehmen. So kündigte er überraschten männlichen kaufmännischen Angestellten des Unternehmens 1905 an, eine Maschinenschreiberin einzustellen – die erste weibliche Angestellte bei Bosch. Und im Zuges des Streiks, der Deutschland 1913 überzog und auch Bosch betraf, wurde er Vermittler zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverband – eine Paradedisziplin für den scharf analysierenden und auf Konsens bedachten Ulmer. Über den unerwartet mit 51 Jahren verstorbenen Vertrauten sagte Robert Bosch im Rückblick: „Er war mir einer der Treuesten und Zuverlässigsten.“

Wie Robert Bosch seine Fachleute damals fand, lesen Sie im Bosch History Blog.

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