Eine große Karriere bei Bosch war vorprogrammiert: Gleich zwei hohe Führungskräfte stritten sich freundschaftlich um den neuen Mitarbeiter Karl Martell Wild. Der 27-jährige Diplomingenieur ging zunächst 1909 in die USA, um das erste Bosch-Werk dort aufzubauen und zu leiten. Es wurde zur „Model factory“ – nicht nur in Bezug auf die Modernität, sondern auch im Bereich Organisation.

Nach seiner Rückkehr war er für die deutschen Bosch-Werke zuständig. Prozesse zu rationalisieren und rentabel zu machen war Wilds Spezialität. So war er maßgeblich an der Einführung der Fließfertigung bei Bosch in den 1920er Jahren beteiligt. Als Vorstand, Geschäftsführer und Aufsichtsrat bestimmte er die Geschicke von Bosch über Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1952 mit. Als Testamentsvollstrecker half er zudem den letzten Willen des Unternehmensgründers umzusetzen.

Eine seiner ungewöhnlichsten, aber effektivsten Ideen sollte den Diebstahl von Glühbirnen aus den Werken verhindern. Er ließ auf die verbliebenen Leuchtkörper stempeln: „Gestohlen bei der Robert Bosch AG“.

 

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