Als Bosch im Januar 1933 das erste Unternehmensarchiv einrichtete, waren leider viele Schätze aus der Frühzeit des Unternehmens bereits verloren gegangen. Anlass für die Gründung waren zwei Jubiläen im Jahr 1936: der 75. Geburtstag des Unternehmensgründers Robert Bosch und der 50. „Geburtstag“ des Unternehmens. Zu den wichtigsten Aufgaben des ersten Archivleiters Dr. Friedrich Schildberger zählte die Suche nach Dokumenten, Fotos, Werbeplakaten und Produkten.  Dabei fand er beispielsweise den ersten von Bosch jemals gebauten Magnetzünder aus dem Jahr 1887 und Komponenten des ersten „Bosch-Lichtes“ von 1913. Das waren vorläufig die bedeutensten Preziosen der „Schatzkiste“.

Zusammenpacken vor dem Umzug – die Ausstellung in den alten Archivräumen ist transportbereit.

Zusammenpacken vor dem Umzug – die Ausstellung in den alten Archivräumen ist transportbereit.

Vom Keller in die Beletage

In den ersten Jahrzehnten waren die Mitarbeiter des Archivs zumeist Techniker. Ihr Schwerpunkt lag zuallererst im Zusammentragen der Archivalien und Erzeugnisse. Sie entsprachen noch ganz dem Vorurteil von Archivaren: in grauen Kitteln sortierte man im Keller die Objekte. Wahrscheinlich gab es auch noch Ärmelschoner. Heute arbeiten Historiker die Informationen auf und präsentieren sie der Öffentlichkeit in Form von attraktiven Publikationen und Ausstellungen. Mit dem Umzug der Unternehmensausstellung vom Untergeschoss in Feuerbach in die Beletage in der Stadtmitte Stuttgarts ist das Archiv nun auch räumlich aufgestiegen und graue Kittel gibt es schon lange nicht mehr.

 

Impressionen: Neue Ausstellung zur Bosch-Geschichte

Impressionen: Neue Ausstellung zur Bosch-Geschichte

 

Vom Bosch-Brief bis zur Werbefigur

Der Bestand umfasst inzwischen rund 2,5 laufende Kilometer Akten, 100.000 historische Fotografien, 2.000 Filme, 150.000 Seiten Technische Dokumentation, 16.000 Produkte und 2000 Plakate und andere Werbemittel. Wertvolle Originale von Briefen des Unternehmensgründers Robert Bosch, aber auch fast lebensgroßen Werbefiguren „Otto-Karl“ und „Karl-Otto“ aus den 1950er Jahren lagern in den Magazinen.

 

Wenn Sie mehr über die Bosch-Geschichte erfahren wollen, lesen Sie hier weiter.

 

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