Am 2. Januar 1969 beschloss die „Kommission der Gerechten“ der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel Hans Walz als „Gerechten unter den Völkern“ auszuzeichnen. Er zählte als Nachfolger und enger Vertrauter von Robert Bosch zu den großen Wirtschaftsführern während der Nazi-Zeit. Die menschenverachtende Ideologie der Nazis lehnte er vehement ab.

In den Jahren des Terrors setzte er erhebliche finanzielle Mittel und seinen Einfluss als Industrieller ein, um verfolgten jüdischen Mitbürgern zu helfen, während andere aus Furcht oder Bequemlichkeit lieber wegschauten. Er ermöglichte damit einer großen Anzahl an Menschen die Flucht und rettete durch die Anstellung von Juden bei Bosch zahlreiche Menschenleben.

Yad Vashem-Ehrung: Hans Walz (links), der israelische Gesandte Avner Idan und der baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger

Yad Vashem-Ehrung: Hans Walz (links), der israelische Gesandte Avner Idan und der baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger

 

Als Hans Walz schon  kurz nach Machtantritt der Nazis 1933 bei diesen in Berlin gegen die menschenverachtende Haltung gegenüber Juden protestiert hatte, warfen sie ihm vor „ein hervorragender Anwalt der Juden“ zu sein.

Er konterte treffend: „Ein Anwalt der Menschlichkeit“.

 

 

 

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