„Damals, 2005, waren wir alle wie besessen”, erinnert sich Vladimir Kolomytsyn, der erste Leiter der Regionalorganisation in Kasachstan an die Anfänge von Bosch in diesem Land. „Zu dieser Zeit hieß unsere Geschäftseinheit noch BBT Bosch Buderus Thermothechnology und ab dem 1. Mai 2005 stürzte ich mich förmlich in die Arbeit. Ich musste Büroräume finden, ein großes Lager und ein Schulungszentrum. Als ich alles gefunden hatte, musste ich zusehen, dass die Technik funktionierte und dass die nötige Ausstattung, Möbel und vieles mehr angeschafft wurde – sowohl für die Büros als auch für das Lager und die Schulungsräume. Daneben musste ich mich darum kümmern, dass alle nötigen Dokumente zur Anmeldung eines Bosch-Tochterunternehmens in Kasachstan beschafft wurden.“

Vladimir Kolomytsyn und Yuri Khegai auf einer Inhouse-Messe 2009

„Bei all dem war ich zunächst ein Einzelkämpfer. Mitarbeiter konnten erst nach der offiziellen Anmeldung des Unternehmens eingestellt werden. Ich kann mich gut daran erinnern, in diesem Sommer Vorstellungsgespräche mit mehr als 40 potenziellen Kandidaten geführt zu haben. Aber ich fühlte mich dabei nicht erschöpft – im Gegenteil, ich war enthusiastisch. Erst im November als die Zulassung erfolgt und die die ersten Mitarbeiter ihre Arbeit aufgenommen hatten, stellte ich fest, dass ich dringend eine Pause brauchte und fuhr in den Urlaub. Am dritten Tag meines Urlaubs erhielt ich einen Anruf von Bosch aus Deutschland und man sagte mir, dass die Kollegen von Bosch-Rexroth mich treffen wollten, wie bald darauf auch die Kollegen von Power Tools. Sie wollten alle sehen, was wir hier in Kasachstan auf die Beine stellten. Und das war der Startschuss: 2008 wurden wir eine offizielle Regionalorganisation von Bosch.“

Blick in Bosch-Schulungszentrum im Almaty

Bosch ist also seit 2008 in Kasachstan präsent und vertreibt dort Produkte aus den Bereichen Elektrowerkzeuge, Automobilausrüstung, Sicherheitssysteme, Thermotechnik und Gebäudetechnik. Zu den größten Projekten, die Bosch in Kasachstan in den letzten zehn Jahren umgesetzt hat, gehören die internationale Skisprungschanze, das Astana Arena Stadion, sowie die beiden Geschäftszentren Talan Towers und Abu Dhabi Plaza. Diese Projekte sind alle sehr wichtig für die Infrastruktur in Almaty und darüber hinaus für die gesamte Wirtschaft der Republik Kasachstan.

2014 wurde ein großes Lager für den Bereich Elektrowerkzeuge für die Länder Kasachstan, Usbekistan, Turkmenien, Kirgisien und Tadschikistan eröffnet. Im November 2016 nahm ein Kundenservice-Zentrum die Arbeit auf und im Januar 2017 eröffnete Bosch ein weiteres Lager für Elektrowerkzeuge im ost-kasachischen Tengiz.

Das Gebäude der kasachischen Regionalorganisation in Almaty

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiter bei Bosch in Kasachstan verdoppelt, der Umsatz hat sich sogar versiebenfacht. Und das ist noch nicht das Ende, wie der Präsident der russischen Bosch-Gesellschaft Hansjürgen Overstolz betont: „Kasachstan liegt in einer strategisch wichtigen Region für Bosch. Wir erhöhen unsere Präsenz in Kasachstan und Zentral-Asien ständig und hoffen, auch für 2018 hervorragende Ergebnisse zu erzielen.“

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