Un gelato per favore
Die Freibäder sind überfüllt, aber mit einem köstlichen, selbstgemachten Eis lässt sich auch im kühlen Zuhause oder auf Balkon und Terrasse ein heißer Sommertag überstehen. 1962 kam er mit seinem futurischen Design auf den Markt, der handliche, silbrig schimmernde Eis-Fix von Bosch.

 

Mit dem wachsenden Wohlstand in den 50er und 60er Jahren wurde besonders Italien zum Ziel der Sehnsucht. Italien, das stand für Sonne und Meer, für Dolce Vita und gute Laune. Italienische Schlager und italienische Eisdielen fanden begeisterten Anklang. Mit dem neuen Speiseeisbereiter zog nun ein wenig südländisches „dolce vita“ ins Heim. Die Hausfrau konnte nun ganz ohne Anstrengung in kürzester Zeit zartes, cremiges Eis selbst zubereiten. Der Eis-Fix rührte, anders als bei den bisher üblichen Geräten, ohne weitere Zutaten die Eismasse. Die flüssige Masse für das Eis wurde in den Rührbehälter gegossen, der Deckel darauf gesetzt und das Ganze in das Gefrierfach des Kühlschranks gestellt. Nach etwa einer halben Stunde konnte das Eis dem Gefrierfach entnommen werden.

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So einfach ist es …

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Der Eis-Fix passt in das Tiefkühlfach eines haushaltsüblichen Kühlschrank

Vom Königshof ins Caféhaus
Speiseeis selbst gab es vermutlich schon im alten China und auch in der griechischen und römischen Antike. Gletscherschnee, von Läufern an die königlichen Höfe gebracht, wurde damals mit Honig und Früchten vermischt und galt als luxuriöse Delikatesse. Viel später, erst im 13. Jahrhundert, brachte Marco Polo das Geheimnis von China nach Europa: Mit Hilfe der kühlenden Wirkung der Reaktionen von Wasser oder Schnee mit Salpeter – der sogenannten Kältemischung – konnten nun Fruchtsäfte oder Süßigkeiten als „Gefrorenes“ auf die höfischen Tafeln gebracht werden.

Spätestens ab dem 17. Jahrhundert wurde Speiseeis in europäischen Kaffeehäusern angeboten und begeistert von den Gästen aufgenommen.

Eismaschinen, die bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurden, sich aber noch immer der Kältemischung bedienten, mussten mit einer Handkurbel betrieben werden. Der Rührvorgang war deshalb so wichtig, weil damit feine Luftbläschen in die Eismasse gelangten und dadurch die Bildung großer Eiskristalle verhinderten. Nur so konnte Eis zart und cremig werden.

 

Das Prinzip der Speiseeisherstellung, Mischen, Rühren, Kühlen, blieb also über die Jahrhunderte unverändert. Mit dem Eis-Fix übernahm jedoch ein elektrisches Gerät die mühselige Rührarbeit.

Für über ein Vierteljahrhundert war der Eis-Fix in vielen Haushalten ein beliebtes Haushaltsgerät und begehrtes Geschenk, bis er von neuen Techniken abgelöst wurde. Seine Nachfolgergeräte Bosch MUZ und MUM lassen gerade jetzt an den heißen Tagen nicht nur Kinderherzen höher schlagen.

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Titelbild einer Broschüre für den Eis-Fix von 1962 – mit Rezepten

Bosch Haushaltsgeräte für die ganze Familie - und natürlich steht der Eis-Fix mit auf der Wunschliste

Bosch Haushaltsgeräte für die ganze Familie – und natürlich steht der Eis-Fix mit auf der Wunschliste

 

Aus dem Original-Rezeptheft von 1962:

Zitronen-Eis

Saft von 3 Zitronen, 150 g Zucker, 1/8 I Milch, 1/8 I Sahne.

Zitronensaft und Zucker solange schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Schnell Milch und Sahne zugeben, gleich in den Eis-Fix füllen und gefrieren lassen.

3 Responses

  1. Dieter

    Vor Jahren habe ich einen ungebrauchten Bosch Eis-Fix auf einem Flohmarkt erworben. Ich war sofort vom einfachen und doch futuristischen Design begeistert.
    Ausprobiert habe ich ihn jedoch nie so wirklich, da ich einfach Angst um den doch etwas filigran wirkenden Rührarm hatte.
    Aber nach diesem Artikel bleibt mir nichts anderes übrig, als meinen Eis-Fix aus der Versenkung zu holen und das Zitronenrezept auszuprobieren. 😉
    Bin schon gespannt 🙂
    Würde mich noch über weitere Rezepte aus dem original Rezeptbuch freuen 😉

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  2. Sabine

    Ich musste auch gerade schmunzeln – wie schön doch Kindheitserinnerungen sind. Das Rezept hab ich mir gleich notiert und werde es mal nachmachen- wenn auch ohne Eis-Fix.
    Und außerdem grüße ich aus Ravensburg heraus Angelika und danke für die wunderbare Aufbereitung.

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  3. Stefan

    Ich lese gerade „Der Eis-Fix erobert Herzen und Haushalte“
    ….und bekomme ein schmunzeln ins Gesicht.
    Schon komisch – in der Kindheit große Äuglein und ein „kalter Bauch“,
    Heute werden die Äuglein beim schmunzeln klein,
    und ein warmes Gefühl kommt im Bäuchlein auf.
    Dankeschön für so ein tolles Produkt
    i.V. für den kleinen Stefan – der große Stefan 🙂

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