Am 12. März 1942 starb der Unternehmensgründer Robert Bosch im Alter von 80 Jahren an einer schweren Infektion. Damit fand ein Leben sein Ende, das bis heute prägend im Unternehmen und in der Stiftung nachwirkt.

Eine vielschichtige Persönlichkeit
Der Mann, der das Unternehmen Bosch gründete und ihm seinen Namen gab, hatte viele Facetten. Vor allem seine Offenheit für Neues und das Interesse an technischen Innovationen sind bezeichnend für ihn. Voller Tatendrang eröffnete er am 15. November 1886 seine „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ in Stuttgart, ohne überhaupt ein eigenes Produkt zu haben. In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld behauptete er sich trotzdem. Der dabei bewiesene Mut zum Scheitern ist eines der prägenden Merkmale der unternehmerischen Leistungen von Robert Bosch. Aber auch die Fähigkeit zur Veränderung: um das Überleben zu sichern des Unternehmens ist er in neue Sparten eingestiegen und genauso aus defizitärem Geschäft ausgestiegen.

Nur Beste Qualität
Daneben war es ihm wichtig, dass aus seinem Haus nur beste Qualität kam: „Es war mir immer ein unerträglicher Gedanke, es könne jemand bei Prüfung eines meiner Erzeugnisse nachweisen, dass ich irgendwie Minderwertiges leiste. Deshalb habe ich stets versucht, nur Arbeit hinauszugeben, die jeder sachlichen Prüfung standhielt, also sozusagen vom Besten das Beste war.“ Seinen geschäftlichen Beziehungen lagen feste Prinzipien zugrunde. So war es ihm im Umgang mit seinen Mitarbeitern wichtig, diese gleichberechtigt zu behandeln. Hatte ein Mitarbeiter sein Vertrauen erworben, bekam er große Verantwortung übertragen. Im Gegenzug für die erbrachte Leistung wurde er fair entlohnt.

Privatmann
Der Schwabe und Naturfreund ging gerne auf die Jagd und in die Berge, um sich dort von seinem teilweise anstrengenden Alltag als Unternehmer zu erholen. Robert Bosch förderte aber auch eine große Anzahl an Projekten, die nicht direkt mit dem Unternehmen in Verbindung standen. So engagierte er sich sozial und gesellschaftlich und unterstützte großzügig vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Völkerverständigung.

Letzte Aufnahme von Robert Bosch, 2. März 1942

Letzte Aufnahme von Robert Bosch, 2. März 1942

Das Staatsbegräbnis
Als liberaler Weltbürger lehnte er das nationalsozialistische Regime ab. Wie eine Ironie des Schicksals wurde sein Tod von den Nationalsozialisten dennoch instrumentalisiert. Öffentlichkeitswirksam mitten im Krieg ordnete Adolf Hitler persönlich ein Staatsbegräbnis für den großen Unternehmer an.

 

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Eine Antwort

  1. Kiesel Markus

    Das wichtigste im Leben ist das man die Weisheit dalässt wenn man weggeht. Danke Robert Bosch

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